Definition
Ein konvexer Kegel ist eine Teilmenge C eines reellen Vektorraums V, so dass für alle x,y in C und alle nichtnegativen Skalare α,β ≥ 0 die Linearkombination αx + βy in C liegt; äquivalent ist C unter nichtnegativen Linearkombinationen abgeschlossen und enthält den Nullvektor.
Prinzip
Prinzip
Das ordnende Prinzip ist die Abschließung unter Skalierung mit nichtnegativen Zahlen und Addition, wodurch Kegel sich von allgemeinen konvexen Mengen durch die einseitige Homogenität unterscheiden.
Demonstration
Demonstration
Beispiel: im R^n ist die positive Orthante {x ∈ R^n : x_i ≥ 0 für alle i} ein konvexer Kegel; allgemeiner ist der von Vektoren v1,...,vk erzeugte Kegel {∑_i λ_i v_i : λ_i ≥ 0}.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Es ist fehlerhaft, eine Menge, die nur unter konvexen Kombinationen, nicht aber unter beliebiger nichtnegativer Skalierung abgeschlossen ist (z. B. eine kompakte konvexe Menge ohne Strahlen), als konvexen Kegel zu bezeichnen.
Konsequenz
Konsequenz
Richtig erkannt erlaubt ein konvexer Kegel die Anwendung kegel-spezifischer Dualität, Trennungssätze und homogenitätsbasierter Argumente; extremale Strahlen und die Face-Lattice-Struktur werden zu sinnvollen Invarianten.
Umkehrung
Umkehrung
Die Umkehrung ist ein Vektorraum (linearer Unterraum): eine Menge, die unter allen reellen Skalaren abgeschlossen ist (auch negativen), wobei beidseitige Homogenität Aufhebung und Skalierung in beide Richtungen ermöglicht.
Abgrenzung
Abgrenzung
Geltungsbereich: reelle Vektorräume (häufig endlich dimensional); ausgeschlossen sind Mengen, die nur unter konvexen Kombinationen, nicht aber unter nichtnegativer Skalierung stabil sind; Pointedness oder Geschlossenheit sind nicht automatisch gefordert.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Semantische Spannung besteht zwischen 'konvexer Kegel' und 'konvexer Menge': beide sind konvex, doch erzwingt der Kegel die nichtnegative Homogenität; Verwechslung verwischt unbeschränkte Strukturen und Dualkegel-Eigenschaften.
Synthese
Synthese
Ein konvexer Kegel ist eine konvexe Menge mit einseitiger Linearhomogenität: abgeschlossen unter Addition und Skalierung durch ≥ 0, wodurch ein natürliches partielle Ordnung, Strahlenstruktur und kegeltypische Dualitäten entstehen.