Definition
Eine Isomorphie, die die Hochschild-Homologie einer glatten kommutativen Algebra mit ihren algebraischen Differentialformen identifiziert: für eine glatte kommutative k-Algebra A (unter den üblichen Voraussetzungen, z. B. charakteristisch null oder geeignete Glattheit) sind die Hochschild-Gruppen HH_n(A) mit den Kähler-Differentialmodulen Ω^n_A identifizierbar, verträglich mit der natürlichen Graduierung und der HKR-Abbildung.
Prinzip
Prinzip
Der Hochschild-Komplex einer glatten kommutativen Algebra ist quasi-isomorph zum de-Rham-Komplex; dadurch rekonstruiert die als abgeleitetes Invariant definierte Hochschild-Homologie im glatten Fall die klassischen algebraischen Differentialformen.
Demonstration
Demonstration
Für die Polynomalgebra A = k[x_1,…,x_d] über einem Körper k mit Charakteristik null schickt die HKR-Abbildung die Klasse, die durch einen Tensor x_{i_1} ⊗ … ⊗ x_{i_n} im Hochschild-Kettenkomplex repräsentiert ist, auf die Differentialform dx_{i_1} ∧ … ∧ dx_{i_n} und liefert so das explizite Isomorphismus HH_n(A) ≅ Ω^n_A.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Den Satz auf singuläre kommutative Algebren, auf nichtkommutative Algebren oder ohne Beachtung der notwendigen Voraussetzungen in positiver Charakteristik anzuwenden ist fehlleitend; die HKR-Abbildung kann dann kein Isomorphismus sein und zusätzliche Torsions- oder Obstruktionsklassen übersehen.
Konsequenz
Konsequenz
Unter den Geltungsbedingungen erlaubt der Satz die Berechnung von Hochschild- und über zusätzliche Strukturen auch zyklischer Homologie in Begriffen algebraischer Differentialformen und die Nutzung geometrischer de-Rham-Intuition zur Untersuchung abgeleiteter Invarianten und Deformationsobstruktionen.
Umkehrung
Umkehrung
Weicht die Hochschild-Homologie einer Algebra von den Differentialformen ab, deutet dies auf Nicht-Glattheit, Singularitäten oder Nichtkommutativität hin und auf zusätzliche homologische Komplexität.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt für glatte kommutative Algebren und geeignete glatte Schemata unter den Voraussetzungen, die die HKR-Abbildung zum Quasi-Isomorphismus machen (häufig Charakteristik null oder Separabilitätsbedingungen). Ausgeschlossen sind allgemein nichtkommutative Ringe, singuläre Algebren und viele Fälle in positiver Charakteristik ohne Modifikation.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen der Sicht von Hochschild-Homologie als rein abgeleitetem Invariant und der klassischen Sicht durch Differentialformen: HKR reduziert abgeleitete Komplexität im glatten Fall, was beim Verlassen der Glattheitsannahme zu Widersprüchen führt.
Synthese
Synthese
Das HKR-Theorem ist die Brücke, die unter Glattheitsannahmen die abgeleitete Hochschild-Homologie einer kommutativen Algebra mit ihren klassischen algebraischen Differentialformen identifiziert und so Berechnungen und Intuitionen zwischen homologischer und differentieller Sicht verbindet.