Definition
Anwendung einer invertierbaren linearen Abbildung, um Vektoren, multilineare Formen oder lineare Operatoren bezüglich einer anderen gewählten Basis darzustellen; dies ergibt neue Koordinatendarstellungen, die durch die Basiswechselmatrix verbunden sind.

Prinzip

Prinzip
Koordinaten transformieren kontravariant für Vektoren und kovariant für duale Objekte; Matrizen von linearen Operatoren transformieren bei einem Basiswechsel P durch Similarität (P^{-1} A P), wobei intrinsische Eigenschaften (Rang, Eigenwertevielheit, Determinante bis auf Einheiten) invariant bleiben.

Demonstration

Demonstration
In R^2 entspricht der Wechsel von der Standardbasis zu einer um den Winkel θ rotierten Basis dem Multiplizieren von Koordinatenspalten mit der Rotationsmatrix R(θ); die Matrix eines linearen Operators in der rotierten Basis ist R(θ)^{-1} A R(θ).

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Einen Basiswechsel so aufzufassen, dass er die intrinsische Wirkung eines Operators ändert statt nur seine Darstellung; das Nicht-Transformieren von Kovektoren, Formen oder koordinatenabhängigen Objekten (z. B. die Dualbasis nicht anzupassen).

Konsequenz

Konsequenz
Die Wahl einer geeigneten Basis kann Berechnungen vereinfachen (sparsame oder kanonische Formen), invariante Unterräume sichtbar machen und kanonische Normalformen (Jordan-, rationale, orthogonale Diagonalisierung) ermöglichen, die Struktur klären und Operationen wie Matrixexponential vereinfachen.

Umkehrung

Umkehrung
Anwendung der inversen Basiswechselmatrix stellt die ursprüngliche Koordinatendarstellung wieder her; die Verkettung von Basiswechseln entspricht der Multiplikation der entsprechenden invertierbaren Matrizen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Erfordert eine invertierbare lineare Abbildung (die Basiswechselmatrix muss nichtsingulär sein). Gilt nicht für nichtlineare Koordinatenänderungen oder für Objekte ohne lineare Struktur; bei Ringen, die keine Körper sind, ist besondere Vorsicht geboten, da Invertierbarkeit fehlen kann.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen passiver (Koordinatenänderung) und aktiver (Verschiebung von Vektoren) Sichtweise: dieselben Formeln bedeuten entweder Umbenennung von Koordinaten oder eine tatsächliche Transformation der Objekte. Auch Spannung zwischen Basiswechsel und Similaritätsklassifikation: Similaritätsklassen klassifizieren Matrizen unabhängig von der Basis, während Basiswechsel konkrete Repräsentanten liefern.

Synthese

Synthese
Der Basiswechsel ist die algebraische Operation, lineare Daten mittels einer invertierbaren Matrix in einem anderen Koordinatensystem darzustellen; er bewahrt die intrinsische lineare Struktur und verändert die Darstellung, um rechnerische oder strukturelle Vorteile zu offenbaren.