Definition
Ein isolierter Singulärpunkt a einer komplexen Funktion f, bei dem |f(z)|→∞ für z→a gilt und für den es eine positive ganze Zahl m (die Ordnung) gibt, so dass (z−a)^m f(z) analytisch fortgesetzt und in a nicht verschwindet.
Prinzip
Prinzip
Ein Pol der Ordnung m ist durch einen endlichen Hauptteil in der Laurententwicklung mit endlich vielen negativen Potenzen bis (z−a)^{-m} gekennzeichnet; Multiplikation mit der passenden Potenz beseitigt die Singularität.
Demonstration
Demonstration
Beispiel: f(z)=1/(z−a)^m hat einen Pol genau der Ordnung m bei z=a; seine Laurentreihe enthält Terme c_{−m}(z−a)^{−m}+…+c_{−1}(z−a)^{−1} und keine weiteren negativen Indizes.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Jeden Punkt, an dem f groß wird, ohne Prüfung auf Isolation oder endlichen Hauptteil als Pol zu bezeichnen; essentielle Singularitäten können unbeschränktes Wachstum zeigen, ohne Pole zu sein.
Konsequenz
Konsequenz
Pole sind handhabbare Singularitäten: Residuen lassen sich berechnen, Konturintegrale auswerten und das lokale Verhalten klassifizieren; die Ordnung bestimmt lokale Abbildungsgrade und Umkehrbarkeitseigenschaften.
Umkehrung
Umkehrung
Gegenüberstellungen sind hebbare Singularitäten (kein negativer Hauptteil) und essentielle Singularitäten (unendlicher negativer Schwanz) — die Dreiteilung ist für isolierte Singularitäten vollständig.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt für isolierte Singularitäten einwertiger analytischer Funktionen; schließt Verzweigungspunkte, Anhäufungen von Polen (natürliche Schranken) und nicht-isoliertes essentielles Verhalten aus.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannungsfeld zwischen hochordentlichen Polen und benachbarten Nullstellen des Zählers, die die Ordnung aufheben können, sowie zwischen Polen und essentiellen Singularitäten beim Vergleich von Wachstumsraten — Wachstum allein ist nicht schlagend.
Synthese
Synthese
Ein Pol ist eine isolierte Singularität mit endlichordigem algebraischem Aufblähen, beschrieben durch einen endlichen negativen Laurent-Hauptteil; er erlaubt Residuenrechnung und eine klare lokale analytische Normalisierung.