Definition
Eine kompakte konvexe Teilmenge des euklidischen Raums, die die konvexe Hülle endlich vieler Punkte ist; äquivalent als beschränkte Schnittmenge endlich vieler stützender Halbräume mit einem endlichen Gesichtsgitter.

Prinzip

Prinzip
Endliche kombinatorische Daten (Ecken, Kanten, Flächen) zusammen mit Konvexität bestimmen die Geometrie: die Sätze von Carathéodory, Minkowski und über stützende Hyperebenen verbinden Kombinatorik, Metrik und Dualität.

Demonstration

Demonstration
Ein Würfel ist die konvexe Hülle seiner acht Ecken und der Schnitt von sechs stützenden Halbräumen. Allgemein sind die Seiten eines Polytops selbst Polytopen und lassen sich in Simplexe zerlegen.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Jedes beschränkte Gebiet mit polygonaler Grenze als konvexes Polytope zu bezeichnen trotz nichtkonvexer Einschnitte, oder Polytopen mit unendlichen konvexen Mengen (Kegel, Zylinder) zu verwechseln, die nicht kompakt sind.

Konsequenz

Konsequenz
Konvexe Polytopen besitzen endliche Beschreibungen, Dualpolytopen, f-Vektor-Invarianten und algorithmische Behandlung: lineare Programmierung, Facettenenumeration und Volumenberechnung nutzen die Polytopstruktur.

Umkehrung

Umkehrung
Wird Beschränktheit oder die Endlichkeit stützender Halbräume aufgegeben, entstehen unbeschränkte Polyeder oder allgemeine konvexe Mengen mit qualitativ anderem Verhalten (kein endliches Gesichtsgitter, andere Dualität).

Abgrenzung

Abgrenzung
Die Definition setzt Kompaktheit und endliche Erzeugung durch Punkte voraus; sie schließt nichtkonvexe Polytopen, unendliche Polytopen (Polyeder) und gekrümmte Polytopen aus; topologische oder abstrakte Polytopen ohne Einbettung sind getrennte Begriffe.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen dem geometrisch eingebetteten Polytop und dem abstrakten Polytop (Inzidenzstruktur) sowie zwischen kombinatorischen Invarianten (f-Vektor) und metrischen Eigenschaften (Volumen, Winkel).

Synthese

Synthese
Ein konvexes Polytop ist ein endlich erzeugter, kompakter konvexer Körper, dessen endliche kombinatorische Struktur (Gesichter, Ecken) sowohl diskrete Invarianten als auch kontinuierliche geometrische Eigenschaften bestimmt und Dualität sowie algorithmische Analyse ermöglicht.