Definition
Eine prädikatenlogische Theorie, axiomatisiert durch universelle Horn-Sätze: Implikationen, deren Antezedens eine Konjunktion atomarer Formeln (oft Gleichungen) ist und deren Konsequens eine einzelne atomare Formel oder Falschheit ist.

Prinzip

Prinzip
Bedingte algebraische Nebenbedingungen durch universell quantifizierte Implikationen atomarer Prädikate erfassen; die Horn-Form garantiert günstige modelltheoretische Abschluss-Eigenschaften und Zugang zur resolutionbasierten Inferenz.

Demonstration

Demonstration
Ein typisches universelles Horn-Axiom in einer algebraischen Signatur ist (f(x,y)=f(y,x) ∧ g(y)=y) → h(x)=x; klassisch lässt sich z. B. ein Kürzungsaxiom wie (a·b = a·c) → b = c als universeller Horn-Satz ausdrücken, falls die Signatur geeignete Symbole enthält.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Existenzielle Konklusionen oder disjunktive Konklusionen zu verwenden und die Theorie trotzdem als Horn zu bezeichnen; oder anzunehmen, jede universelle Horn-Theorie sei rein gleichungstheoretisch — manche Horn-Implikationen sind nicht auf einzelne Identitäten reduzierbar.

Konsequenz

Konsequenz
Die Modellklasse einer universellen Horn-Theorie ist eine Quasivarietät: abgeschlossen unter Teilalgebren, direkten Produkten und Ultraprodukten; solche Theorien gestatten kanonische Abschlusskonstruktionen und eingeschränkte freie Objekte relativ zu den Axiomen.

Umkehrung

Umkehrung
Eine beliebige prädikatenlogische Theorie mit beliebigen Quantormustern oder disjunktiven Axiomen; diese können Modellklassen definieren, die nicht die charakteristischen Abschluss-Eigenschaften unter Teilstrukturen oder Produkten einer Horn-Theorie aufweisen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Beschränkt auf universelle Horn-Sätze (keine existenziellen Quantoren in den Axiomen, keine beliebigen Disjunktionen als positive Konklusionen); typischerweise formuliert mit atomaren Antezedenzien und einem atomaren Konkludenten oder Falschheit.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Zwischen Horn-Theorien und Gleichungstheorien: Gleichungsaxiome sind Spezialfälle von Horn-Axiomen, aber Horn-Theorien können Implikationen ausdrücken, die nicht allein durch Identitäten erfasst werden können.

Synthese

Synthese
Eine universelle Horn-Theorie verallgemeinert Gleichungen, indem sie bedingte atomare Implikationen unter universeller Quantifizierung erlaubt; ihre Modelle bilden eine Quasivarietät, die viele algebraische Abschluss-Eigenschaften erhält und zugleich bedingte Einschränkungen zulässt.