Definition
Ein Verfahren, das den Normalisator N_G(S) = {g in G | gSg^{-1} = S} einer angegebenen Teilmenge oder Untergruppe S in einer übergeordneten Gruppe G berechnet; Ergebnis ist die Untergruppe aller Elemente, die S durch Konjugation auf sich selbst abbilden.
Prinzip
Prinzip
Alle Gruppenelemente identifizieren, deren Konjugationswirkung die Menge S erhält; dies geschieht durch Prüfung von Konjugationsrelationen oder durch Aufbau von Stabilisatorinformationen in Darstellungen als Permutationsgruppen oder Präsentationen.
Demonstration
Demonstration
In der symmetrischen Gruppe S4 berechnet man den Normalisator der von der Transposition (1 2) erzeugten Untergruppe. Man bestimmt alle Permutationen g mit g(1 2)g^{-1} = (1 2); der Normalisator ist dann die von (1 2) und den Permutationen, die die Fixpunkte vertauschen, erzeugte Untergruppe der Ordnung 4.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Anzunehmen, der Normalisator sei gleich dem Zentralisator (Elemente, die mit jedem Element von S kommutieren), ohne dies zu prüfen; dies versagt, wenn Konjugation die Elemente von S nicht punktweise, sondern nur als Menge permutiert.
Konsequenz
Konsequenz
Bei korrekter Berechnung erhält man die größte Untergruppe von G, in der S normal ist; das erlaubt Quotientenkonstruktionen, Indexberechnungen und Bestimmung der Größen von Konjugationsklassen; außerdem liefert es den Stabilisator von S für die Konjugationswirkung.
Umkehrung
Umkehrung
Statt die Elemente zu berechnen, die S unter Konjugation fixieren, berechnet man die Elemente, die S auf eine andere Konjugierte S' abbilden (Transporter); damit verlagert sich der Fokus vom Stabilisator auf den Transporter zwischen Konjugierten.
Abgrenzung
Abgrenzung
Geltungsbereich beschränkt auf wohl definierte Gruppenmodelle; die rechnerische Durchführbarkeit hängt von Präsentation, Indexgrößen und davon ab, ob G endlich oder durch eine effektive Darstellung gegeben ist; das Verfahren löst nicht die Normalitätsfrage in nicht dargestellten übergeordneten Gruppen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Normalisator versus Zentralisator versus Stabilisator: Der Normalisator betrifft die mengenweise Erhaltung unter Konjugation, der Zentralisator erfordert punktweises Kommutieren, der Stabilisator ist der allgemeine Begriff einer Gruppenwirkung — Übereinstimmung nur in Sonderfällen.
Synthese
Synthese
Die Normalisatorberechnung fasst alle konjugierenden Symmetrien einer Teilmenge S zu einer Untergruppe N_G(S) zusammen; begrifflich ist dies der Stabilisator von S unter Konjugation, konstruiert durch Tests oder Aufbau und dient als größte Umgebung, in der S normal ist.