Definition
Die Behauptung, dass es für jeden ganzen Exponenten n>2 keine positiven ganzen Zahlen a,b,c gibt, die a^n + b^n = c^n erfüllen; nichttriviale ganzzahlige Lösungen gibt es nur für n=1 und n=2.

Prinzip

Prinzip
Eine globale Unmöglichkeitsaussage über diophantische Gleichungen reiner Potenzform höheren Grades: kein nichttriples ganzzahliges Tupel kann eine nichttriviale Summe gleicher Potenzen erzeugen, wenn der Exponent größer als zwei ist.

Demonstration

Demonstration
Konkretes Beispiel: Für n=3 sucht man nach positiven ganzen Lösungen von a^3 + b^3 = c^3 und findet keine; historisch wurden spezielle Fälle untersucht, bis ein allgemeiner Beweis zeigte, dass es für jedes n>2 keine solchen Tripel gibt, indem hypothetische Lösungen mit unmöglichen Eigenschaften bestimmter elliptischer Kurven und modularer Formen verknüpft wurden.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Zu behaupten, der Satz verbiete reelle oder rationale Lösungen, oder ihn anzuwenden, um Lösungen für n=2 auszuschließen (pythagoreische Tripel). Ebenso ist es fehlanwendend zu folgern, dass jede diophantische Gleichung höheren Grades keine ganzzahligen Lösungen habe, da viele solche Gleichungen lösbar sind.

Konsequenz

Konsequenz
Richtig angewendet bedeutet er, dass eine Suche nach positiven ganzzahligen Lösungen von a^n + b^n = c^n für n>2 sinnlos ist; historisch förderte er tiefe Entwicklungen in der algebraischen Zahlentheorie, der Modultheorie und der Untersuchung elliptischer Kurven und Galois-Darstellungen.

Umkehrung

Umkehrung
Die Umkehrung ist der Fall n=2, wo es unendlich viele positive ganzzahlige Lösungen (pythagoreische Tripel) gibt; die Änderung des Definitionsbereichs auf rationale Zahlen erlaubt ebenfalls unendlich viele nichttriviale Lösungen für n>2, wenn Null oder Vorzeichenwechsel zugelassen werden.

Abgrenzung

Abgrenzung
Geltungsbereich: ganze Zahlen a,b,c>0 und ganzer Exponent n>2. Schließt Null, Vorzeichenvarianten und Lösungen in anderen Ringen oder Körpern aus; Erweiterungen und Analoga (z. B. über endlichen Körpern oder für andere Exponententypen) liegen außerhalb des Theorems.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung entsteht zwischen der Aussage „keine ganzzahligen Lösungen“ und verwandten Begriffen wie „keine primitiven Lösungen“ sowie Ergebnissen über modulare Formen; ein naher Bedeutungsbereich ist die diophantische Untersuchung höhergradiger Gleichungen, die je nach Struktur Lösungen haben kann.

Synthese

Synthese
Fermats Letzter Satz ist eine präzise negative Aussage über positive ganzzahlige Lösungen homogener Gleichungen gleicher Potenzen für Exponenten größer als zwei; ihr Beweis erforderte die Übersetzung des diophantischen Problems in Aussagen über elliptische Kurven und Modularität und verband so eine elementar klingende Behauptung mit tiefer algebraischer Theorie.