Definition
Die Berechnung eines determinantenähnlichen Polynoms (des Resultanten) in den Koeffizienten zweier oder mehr Polynomialen, dessen Verschwinden eine notwendige und hinreichende Bedingung dafür ist, dass die Polynome in einer algebraischen Abschlussmenge eine gemeinsame Nullstelle haben.

Prinzip

Prinzip
Bildung einer Sylvester- (oder Macaulay-) Matrix aus den Koeffizienten und Bestimmung ihres Determinanten; algebraisch erzeugt der Resultant das Eliminationsideal, das gemeinsame Lösungen bei der Eliminierung einer Variablen beschreibt.

Demonstration

Demonstration
Für f(x)=ax^2+bx+c und g(x)=dx+e konstruiert man die 3×3 Sylvester-Matrix aus den Koeffizienten und berechnet deren Determinante, um ein Polynom in a,b,c,d,e zu erhalten, das genau dann verschwindet, wenn f und g eine gemeinsame Nullstelle haben.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Den Resultanten zur Aussage über Vielfachheiten oder zur Feststellung gemeinsamer Faktoren im multivariaten Fall zu verwenden, ohne extrinsische Faktoren durch Homogenisierung oder Eliminierung zu berücksichtigen, was zu Fehlalarmen führt.

Konsequenz

Konsequenz
Der korrekte Resultant eliminiert Variablen und liefert eine einzige polynomiale Bedingung, nützlich zur Implizitierung, Eliminierung, Berechnung von Diskriminanten und zur Entscheidungsfindung über Lösbarkeit; er ermöglicht symbolische Eliminierung in algebraischen Systemen.

Umkehrung

Umkehrung
Statt durch Determinanten zu eliminieren, kann man ggT-Berechnungen von Polynomen oder Gröbner-Basen verwenden; die Umkehrung ist das Zurückgewinnen von Kandidatenwurzeln und deren Verifikation im ursprünglichen System.

Abgrenzung

Abgrenzung
Am einfachsten bei univariater Eliminierung oder beim Eliminieren einer einzigen Variablen in multivariaten Systemen; über Ringen, die keine UFDs sind, oder bei Parameterspezialisierung kann sich das Verhalten des Resultanten ändern und Normalisierung erfordern.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zu ggT-Methoden und Gröbner-Basen: Resultanten liefern einen kompakten einzigen Polynomtest, können jedoch hohe Grade und extrinsische Faktoren erzeugen, während ggT/Gröbner die Vielfachheit oder Struktur anders handhaben.

Synthese

Synthese
Die Resultantenberechnung erzeugt eine determinantenartige polynomiale Bedingung zur Eliminierung von Variablen und Charakterisierung gemeinsamer Nullstellen; sie ist ein kompaktes Eliminationswerkzeug, das Matrix-/Determinantenaufwand gegen Faktorisierungs- oder Gröbner-Rechnungen tauscht.