 ##  [Faltung](/de/node/63261) 

 Definition

Eine binäre Operation auf Funktionen, Maßen oder Distributionen, klassisch definiert durch (f * g)(x) = ∫ f(y) g(x − y) dy (oder eine analoge Formel auf Gruppen), die eine kombinierte Funktion erzeugt und zum Glätten, Filtern und zur Darstellung translationsinvarianter linearer Operatoren verwendet wird.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Faltung mittelt eine Funktion gegen Translaten einer anderen; auf abelschen Gruppen ist sie kommutativ und assoziativ, unter der Fourier-Transformation entspricht Faltung der punktweisen Multiplikation, und translationsinvariante lineare Operatoren werden als Faltung mit einem Kern realisiert.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Die Faltung einer Funktion mit einem Mollifikator liefert eine Familie glatter Approximationen f * ρ_ε, die in geeigneten Normen gegen f konvergieren; in der Signalverarbeitung implementiert ein Filter die Faltung mit einer Impulsantwort; in PDEs liefert die Faltung mit einer Greenschen Funktion partikuläre Lösungen.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Faltung formal zu berechnen, ohne Integrabilitäts-, Träger- oder distributions-theoretische Paarungsbedingungen zu prüfen, ist ungültig; die Kommutativität der Faltung auf nicht-abelschen Gruppen anzunehmen oder Randbedingungen auf Gebieten mit Rändern zu vernachlässigen führt zu falschen Ergebnissen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Bietet ein flexibles Werkzeug zur Regularisierung, Konstruktion approximativer Identitäten, Analyse linearer zeitinvarianter Systeme und Umwandlung Differential-/Integraloperatoren in multiplikative Formen im Frequenzbereich, was Abschätzungen und Inversionen (sofern möglich) erleichtert.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die duale Operation ist die punktweise Multiplikation im Frequenzbereich, die im Zeitbereich einer Faltung entspricht; Deconvolution (Inversion der Faltung) ist oft schlecht gestellt und verstärkt Rauschen, wodurch Glättung in Instabilität umgekehrt wird.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Definition und grundlegende algebraische Eigenschaften hängen vom Trägerraum (euklidischer Raum, lokal kompakte Gruppe), den betrachteten Funktionräumen (L^1, L^2, temperierte Distributionen) und von der Kommutativität der Gruppe ab; in nicht-abelschen Fällen ist die Faltung in der Regel nicht kommutativ und erfordert Wahl eines Haar-Maßes.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung zwischen Faltung als algebraischem Produkt und als Integraltransformation: in der Analysis betont man Regularisierungs- und Abbildungseigenschaften, während man in algebraischen oder darstellungstheoretischen Zusammenhängen Faltung als Multiplikation in einer Funktions- oder Gruppenalgebra betrachtet.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Faltung ist die integrale Mittelung einer Funktion gegen Translaten einer anderen, implementiert Glättung und kodiert translationsinvariante Operatoren; über die Fourier-Transformation wird sie zur punktweisen Multiplikation und vereint somit Raum-/Zeit-Operation und Frequenz-Algebra.