 ##  [Gleichungstheorie](/de/node/62430) 

 Definition

Eine prädikatenlogische Theorie in einer festen algebraischen Signatur, deren Axiome ausschließlich universell quantifizierte Gleichungen zwischen Termen sind und die gegenüber der Folgerungsrelation der Gleichungslogik abgeschlossen ist.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Algebraische Struktur allein durch Identitäten beschreiben; Abschluss unter Substitution, Reflexivität, Symmetrie, Transitivität der Gleichheit und Kongruenzregeln liefert alle gleichunglichen Konsequenzen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Die Klasse der Monoide wird durch die Gleichungstheorie mit einem binären Symbol · und einer Konstante e axiomatisiert durch (x·y)·z = x·(y·z), e·x = x, x·e = x; jedes Modell, das diese Identitäten erfüllt, ist ein Monoid.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Eine Theorie, die Existenzquantoren verlangt (zum Beispiel 'für jedes Element existiert ein Inverses'), als gleichungstheoretisch bezeichnen, obwohl das Inverse nicht als Funktionssymbol eingeführt ist; oder nicht-gleichungstheoretische Axiome wie Ordnungsrelationen hinzunehmen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Die Modellklasse ist eine Varietät: abgeschlossen unter homomorphen Bildern, Teilalgebren und beliebigen direkten Produkten; Gleichungstheorien besitzen freie Algebren und syntaktische Vollständigkeit bezüglich gleichunglicher Folgerung.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Eine allgemeine prädikatenlogische Theorie, die Relationen, Existenzquantoren oder Disjunktionen verwendet — eine solche Theorie ist nicht gleichungstheoretisch, da ihre Axiome sich nicht ausschließlich als universelle Gleichungen schreiben lassen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Beschränkt auf Signaturen mit Funktionssymbolen und Axiome, die universell quantifizierte Gleichungen sind; schließt Axiome aus, die Existenz behaupten, Ungleichheiten, Ordnungen oder relationale Einschränkungen, die nicht identitätsäquivalent sind.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Zwischen Gleichungstheorien und universellen Horn-Theorien: Jede Gleichungstheorie ist eine universelle Horn-Theorie, aber universelle Horn-Theorien können Implikationen zwischen Gleichungen ausdrücken, die nicht auf reine Identitäten reduzierbar sind.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Eine Gleichungstheorie ist das syntaktische Paket von Identitäten, das eine Varietät definiert: die rein gleichungsbasierte Spezifikation, deren Modelle eine nach Homomorphismen, Teilalgebren und Produkten abgeschlossene Klasse bilden und die freie Objekte aus syntaktischen Termen besitzt.