 ##  [Polyeder](/de/node/61791) 

 Definition

Ein dreidimensionaler Körper, begrenzt durch eine endliche Sammlung planarer polygonaler Flächen, die sich an Kanten und Ecken treffen; man betrachtet sowohl konvexe als auch nichtkonvexe Formen mit kombinatorischen und topologischen Beschreibungen.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Ein Polyeder wird aus polygonalen Flächen zusammengesetzt, die entlang passender Kanten verklebt werden, sodass der Rand lokal ein zweidimensionales Zellkomplex ist; für konvexe Polyeder gilt Eulersche Formel V - E + F = 2 und das Flächengitter erfasst Inzidenzbeziehungen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein Würfel: sechs quadratische Flächen, zwölf Kanten und acht Ecken; ein Tetraeder: vier dreieckige Flächen, sechs Kanten und vier Ecken; beide sind endliche polyedrische Körper mit planen Flächen.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Ein Objekt als Polyeder bezeichnen, wenn seine Flächen nicht planar sind (gekrümmt oder facettierte Approximation einer gekrümmten Fläche), wenn unendlich viele Flächen vorliegen, oder fraktale/limitierende Objekte ohne endliche polygonale Zellzerlegung als Polyeder behandeln.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Endliche Polyeder besitzen kombinatorische Invarianten (Flächengitter, Eulersche Charakteristik), geometrische Maße (Flächen, dihedrale Winkel, Volumen), konstruierbare duale Polyeder und wohlgestellte Begriffe von Starrheit und Parkettierung in der dreidimensionalen Geometrie.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Planare polygonale Flächen durch glatte gekrümmte Flächen ersetzen führt zu Körpern mit glattem Rand statt zu polyedrischen; die Verallgemeinerung auf höhere Dimensionen ergibt Polytopen, die einige kombinatorische Eigenschaften teilen, sich aber in der geometrischen Realisierung unterscheiden.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Bezieht sich auf endliche polyedrische Körper im dreidimensionalen Raum mit planaren polygonalen Flächen, die sich an geraden Kanten treffen; schließt unendliche polyedrische Komplexe, nicht-planare Flächen und rein topologische Zellkomplexe ohne planare Einbettung aus.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung zwischen kombinatorischer und geometrischer Definition: einige Autoren erlauben nichtkonvexe oder sich selbst schneidende Polyeder oder weitere Zellkomplexe als Polyeder, während die klassische Theorie konvexe, planen und endliche Körper fordert; Spannung auch mit 'Polytope', dem dimensionsverallgemeinernden Begriff.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Ein Polyeder ist ein endlicher dreidimensionaler Körper, dessen Rand aus planaren polygonalen Flächen besteht, die sich entlang Kanten und Ecken treffen; es ist zugleich ein geometrisches Objekt (Flächen, Volumen, Winkel) und ein kombinatorischer Zellkomplex (Inzidenzstruktur der Flächen).