 ##  [Ultrapower](/de/node/61553) 

 Definition

Ein Ultraprodukt einer Struktur M bezüglich eines Ultrafilters U auf einer Indexmenge I ist das Ultraproduct der konstanten Familie (M)_{i∈I} modulo U; Elemente sind Äquivalenzklassen von Folgen in M, und durch Łoś’ Satz wird das Ultraprodukt (bei nicht-principalem Ultrafilter) zu einer elementaren Erweiterung von M.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Ein Ultrafilter identifiziert Folgen, die auf einer U-großen Menge übereinstimmen, wodurch koordinatenweise Informationen zu erstordnungsäquivalenten Elementen zusammengezogen werden; erstordnungsformeln werden durch Łoś übertragen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Betrachte M = (N,+,·) und ein nicht-principales Ultrafilter auf N: das Ultraprodukt ∏_U M enthält Klassen von Folgen, die unbeschränkt wachsen, und liefert so ein nichtstandardmäßiges Modell der Arithmetik mit unendlichen Elementen gegenüber der Standardkopie von N.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Ein Ultraprodukt als kanonisch ansehen ohne den Ultrafilter anzugeben, oder annehmen, die Kardinalität bliebe erhalten; bei einem principalen Ultrafilter ist das Ultraprodukt trivial (≅ M) und verfehlt die Absicht nicht-principaler Konstruktionen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Ultraprodukte erzeugen oft elementare Erweiterungen des Ausgangsmodells, können je nach U und |I| mächtig gesättigt sein und sind ein zentrales Werkzeug zur Konstruktion nichtstandardmäßiger Modelle und zur Realisierung von Typen.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Bildung des direkten Produkts ohne Quotientierung durch ein Ultrafilter oder das Verwenden verschiedener Faktoren kehrt die Methode um: Koordinaten bleiben unterscheiden und die Übertragung erstordnungslogischer Wahrheiten im Sinne einer elementaren Erweiterung kann versagen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Ultraprodukte sind eine erstordnungslogische Konstruktion, die stark vom gewählten Ultrafilter und der Indexmenge abhängt; sie bewahren nicht automatisch höherstufige Eigenschaften und die Existenz bestimmter Ultrafilter setzt oft das Auswahlaxiom voraus.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung zwischen Ultraprodukt und Ultraprodukt mit verschiedenen Faktoren (ultrapower versus ultraproduct); Spannung auch gegenüber anderen Methoden, elementare und gesättigte Erweiterungen zu erzeugen (z. B. Monstermodell).

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Ein Ultraprodukt fasst Folgen in einer einzigen Struktur mittels eines Ultrafilters zu Äquivalenzklassen zusammen und erzeugt so eine elementare Erweiterung, deren erstordnungslogische Eigenschaften durch Łoś übertragen werden; dies ermöglicht die Konstruktion nichtstandardmäßiger und gesättigter Modelle.